Die irakische Regierung will die Yacht von Ex-Diktator Saddam Hussein verkaufen. Bereits im Frühjahr hatte ein Unternehmen mit Sitz auf den Cayman-Inseln die “Ocean Breeze” für knapp 24 Millionen Euro zum Verkauf angeboten. Die Firma Sudeley Limited hatte behauptet, der jordanische König sei Besitzer der Yacht.
Im Juli erklärte Jordanien offiziell seinen Verzicht auf jegliche Ansprüche auf das Schiff. Die 82 Meter lange Yacht hatte nach ihrer Auslieferung 1981 zunächst in Basra im Süden des Irak vor Anker gelegen und war zwischenzeitlich auch in “Basra Breeze” umbenannt worden.
Der schwimmende Palast zeugt von Husseins pompösem Geschmack und seinem fanatischen Sicherheitsstreben. Mahagoni, Gold und Marmor bestimmen die Inneneinrichtung, Operationssäle, schusssichere Fenster und ein Raketenabwehrsystem sollten das Überleben des Diktators garantieren. Hussein soll das nach seinen Wünschen gebaute Schiff allerdings nie betreten haben.
Während des Golfkriegs zwischen dem Irak und dem Iran lag die Yacht im saudiarabischen Dschidda. Nach Saddam Hussein Hinrichtung 2006 tauchte das Schiff dann in Nizza wieder auf. Nach Angaben der Makler hatte Saddam Husseins Familie die Yacht demnach zunächst dem saudiarabischen König geschenkt, der sie wiederum an seinen jordanischen Kollegen weitergab.
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